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Delegation der Weber-Schule beim European Youth Parliament Odense 2019

Dieses Jahr war es für uns zum ersten Mal möglich: Eine Delegation aus 5 Schülern aus unserem 12. Jahrgang hat sich zusammen mit Herrn Johannwille auf die Reise nach Odense in Dänemark gemacht, um der Einladung zur erstmaligen Teilnahme an der nationalen Sitzung des European Youth Parliaments (EYP) – Denmark, dem Europäischen Jugendparlament – Dänemark, nachzukommen.

Die Delegation der Weber Schule am Anfang der Session

Hierbei treffen sich junge, engagierte Menschen, um die Organe des europäischen Parlamentes zu simulieren und sich in Komitees mit schwerwiegenden Problemen und Fragen fachgerecht auseinanderzusetzen.

Ein Beispiel ist das SEDE-Committee, welches sich auf Fragen der Sicherheit in der EU konzentriert. Weitere Themen der Komitees waren: fahrerloser Transport der Zukunft, Reduzierung der anthropogenen Treibhausgasemissionen, Plastikmüll und die Weltmeere, Jugendarbeitslosigkeit, Terrorismus, Wahlbeteiligung in der EU und die Handelspolitik. Die Jugendlichen erkennen die Probleme und arbeiten universelle Lösungen aus, welche am letzten Tag in einer öffentlichen Debatte im Plenum aller Teilnehmer unter professioneller Leitung diskutiert und ggf. verabschiedet werden.

Ich habe an dem komplizierten Thema Terrorismus gearbeitet und wie sich jeder vorstellen kann: Bei der Erarbeitung sind wir auf kontroverse Grenzpunkte gestoßen, bei welchen die Erarbeitung von Lösungen nicht einfach war. Denn die Lösungen, die uns in den Kopf kamen, sind bereits umgesetzt oder in Planung. Deswegen benötigte es einen neuen Blick, einen Perspektivenwechsel, um die Probleme mit anderen Augen zu sehen und mögliche Lösungen, welche im Gesetz zu verankern sind, auszuarbeiten.

Am Ende des zweiten Tages lagen die Nerven in unserer deutschen Delegation blank:

Nach einem ersten Tag des Kennenlernens und des Teambuildings und einem weiteren langen Arbeitstag in den Komitees mit nur sehr kurzen Pausen bekamen wir endlich unsere Aufgaben für die Plenarsitzung am kommenden Tag: Wir alle sollten spontan auf die Angriffe und Kritik der anderen Gruppen reagieren oder die Vorschläge der anderen Gruppen kritisieren. Nervosität und Aufregung stiegen stark an. Ein bisschen Ablenkung konnte der Besuch einer Pizzeria in der Stadt schaffen, bevor wir uns noch einmal mit unseren Themen beschäftigt haben. Am finalen Tag hat sich jeder seriös zu kleiden, da es eine direkte Simulation einer echten politischen Institution ist. Somit soll auch jeder Teilnehmer versuchen, wie ein Politiker zu reden und zu agieren.

Die öffentlichen Debatten versprechen immer eine gewisse Spannung, die selbst das dänische Fernsehen angezogen hat, in dem die Veranstaltung noch am selben Abend übertragen wurde.

General Assembly mit dänischem Fernsehen

Das von uns behandelte Thema Terrorismus hat eine rege Aufmerksamkeit auf sich gezogen, obwohl wir die letzte Gruppe waren, die vortragen durfte. Es wurden Stimmen laut, die unsere Vorschläge als unzureichend bewertet haben, es gab positive Zusprüche und Änderungsvorschläge sowie viele Fragen, welche zu unserem Programm aufgekommen sind. Wie wollen wir das umsetzen? Gibt es nicht bereits eine solche Verordnung? Hat die EU überhaupt die Befugnisse, entsprechende Geschütze aufzufahren? Genau solche Fragen sind es, welchen sich die Akteure während der Plenarversammlung stellen müssen. Meistens bereitet man sich schon davor auf solche Fragen vor, jedoch treffen einen manchmal auch ganz unerwartete Fragen und Anregungen, an welche man in der Arbeitsgruppe nicht einmal gedacht hat. So kommt alles zusammen. Am Ende war meine Gruppe so überzeugend, dass unsere Vorschläge von den anderen Gruppen angenommen und verabschiedet wurden.

Rede während der General Assembly I  Rede während der General Assembly II

Nach Ende der „General Assembly“ haben wir uns auch schon direkt in den Zug Richtung Heimat gesetzt, sodass wir uns am Samstag, den 16.2. noch vor 24 Uhr in Eutin eingefunden haben, womit unsere Reise dann endete.

Die Delegation der Weber Schule kurz vor der Abfahrt

Grundsätzlich kann man jedem, der die Möglichkeit hat, an einem EYP teilzunehmen, es nur empfehlen, da Freundschaften entstehen, ein Einblick in die Arbeit der EU gewährt wird und die jugendliche Stimme tatsächlich wahrgenommen und gehört wird, da die besten Vorschläge direkt an die EU weitergeleitet werden.

Für mich als Schüler ist es jedes Mal wieder besonders und ebenso traurig, wenn ich meine Arbeitsgruppe verlassen muss. Aber dennoch ist es ein unvergessliches Erlebnis.

Malte Krüger, Klasse 12c

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