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70 Jahre Grundgesetz

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Schon beim Betreten des Schulhofes konnte man am 23.05. in den Fenstern des Weber-Gymnasiums das Motto des Tages lesen: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, denn die Kunstlehrer der Schule hatten in jedem Klassenfenster einen Buchstaben des Artikels 1 des Grundgesetzes platziert. Anlass war der 70. Jahrestag des Grundgesetzes. Alle Klassen der Schule arbeiteten an diesem Tag an verschiedenen Projekten zur deutschen Verfassung, wobei die Art der Bearbeitung in den Händen der jeweiligen Lehrer lag.

So befasste sich der Informatikkurs des 9. Jahrgangs unter der Leitung von Tobias Hageleit mit den verschiedenen Artikeln des Grundgesetzes, indem alle Teilnehmer ein Padlet mit den Artikeln und Anmerkungen erstellten. Padlets sind Notizen auf einer digitalen Pinnwand, auf die die Schüler nach Bedarf zugreifen können und deshalb zum virtuellen Diskutieren einladen.

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Andere Klassen erstellten Plakate, entwickelten situative Rollenspiele zu einzelnen Artikeln, diskutierten Filmbeiträge unter Verfassungsgesichtspunkten oder lösten auch ein Grundgesetz-Quiz.

Auf Einladung von seinem Wirtschaft/Politik-Lehrer Frank Petzold erhielt das Gesellschaftsprofil des 11. Jahrgangs Besuch vom Eutiner Bürgervorsteher Dieter Holst.

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Die Klasse hatte den Auftrag erhalten, die Grundrechtsartikel 1-19 des Grundgesetzes aus der Sicht von Eutiner Jugendlichen zu überarbeiten, wobei es bereits zu intensiven und kontroversen Debatten unter den Klassenmitgliedern kam. Anschließend diskutierten die Schülerinnen und Schüler ihre Vorschläge mit ihre Lehrer und dem Vorsitzenden der Eutiner Stadtvertretung. Ein Thema war selbst der Artikel 1 des Grundgesetzes, denn einzelne Schüler wollten nicht nur die Würde des Menschen als unantastbar gesichert wissen, sondern diesen Passus auf alle anderen Lebewesen erweitern. Dieter Holst zeigte sich beeindruckt von der Diskussionsrunde und sprach von einem sehr spannenden Projekt, wobei er seine Sicht nicht verhehlte, die Gesellschaft solle ihre Grundfragen vorwiegend politisch klären und nicht primär dem Bundesverfassungsgericht überlassen.

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Am Ende des Schultages verließen viele Schülerinnen und Schüler ihre Schule mit neuen Einsichten über das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

Artikel von Marie-Christin Weide und Ole Wolgast, 12. Jahrgang des Carl-Maria-von-Weber-Gymnasiums

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