Slider
sidebar telefon

Studienfahrt Wien - Angehende Abiturienten auf „Schnitzeljagd“

An einem regnerischen Dienstagmorgen machten wir, 19 abenteuerlustige Weberschüler, uns mit Frau Pisot und Herrn Creutz auf den Weg ins weit entfernte Wien – die Stadt der Schnitzel, des Praters und der Habsburger.

wien1

Im Anschluss an den Flug und die erste Erkundung des Hostels verschafften wir uns einen informativen Überblick über die Wiener Geschichte im „Time Travel“, einem interaktiven Museum in der Innenstadt. Neben 4D Kinoerfahrungen und dem Wiener Walzer im Kreiselkarussell wurden wir hier auch das erste Mal mit den Habsburgern bekannt gemacht. Nachdem wir uns am Abend mit einem Wiener Schnitzel gestärkt hatten, fielen wir erschöpft von der Reise ins Bett, da die nächsten Tage noch anstrengend werden sollten.

Unser tägliches Programm wurde durch eine Gruppe von drei bis vier Schülern organisiert. So war sichergestellt, dass für jeden Geschmack etwas dabei war. Vom Westbahnhof aus ging es mit der U-Bahn quer durch die ganze Stadt...

wien2

Rollenspezifische Ampeln in Wien: Man beachte, dass die Frau vorangeht!

Wir besuchten sowohl das Schloss Belvedere, wo wir das Gemälde „Der Kuss“ von Klimt betrachteten, als auch die Wiener Secession, wo wir vielfältige Eindrücke der modernen Kunst sammelten. Außerdem waren wir im Kunsthistorischen Museum, durch das uns eine sympathische und kompetente Frau führte, die uns auch die Geschichte hinter den Bildern und deren Malern lebendig näherbrachte.

Im Schloss Schönbrunnen und in der Kaiserlichen Schatzkammer haben wir uns ein Bild vom Leben der Habsburger machen können, die eigentlich in jeder Führung durch Museen und Gebäude in Wien eine Rolle spielten und uns deswegen besonders interessierten.

Natürlich haben wir auch einige Wiener Kirchen besichtigt, darunter waren der Stephansdom im Ersten Bezirk mit seinen düsteren Katakomben, die Karlskirche mit ihrem wackeligen Panaromalift und die sog. Luegerkirche auf dem Zentralfriedhof. Dort konnten wir auch die Ehrengräber berühmter Persönlichkeiten besuchen, z. B. Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart, Falco, Udo Jürgens und natürlich Ludwig Eduard Boltzmann mit seiner Entropiegleichung. ;-)

Ein weiteres Highlight unserer Studienfahrt war ein geführter Stadtspaziergang mit dem Titel “Sündiges Wien”, bei dem wir zwar sehr gefroren, aber auch viel gelacht haben. Eine entzückende, gut informierte Dame begleitete uns durch das nächtliche Wien und klärte uns über die Geschichte der Prostitution auf.

Ganz chic in Blazer und Jackett haben wir in der Volksoper, der kleinen Schwester der berühmten Staatsoper, eine interessante Inszenierung von Verdis “La Traviata” gesehen, bei der uns besonders das bewegliche Bühnenbild gefiel.

wien3

Das Hundertwasserhaus beeindruckte uns nicht nur durch die Farben und Formen von außen, sondern auch die ungeraden Böden und ein Brunnen im Innern des Hauses haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen, da man immer aufpassen musste, nicht gleich umzuknicken oder das Gleichgewicht zu verlieren.

Bei einer Fotorallye im Ersten Bezirk waren wir in Kleingruppen auf uns allein gestellt und mussten uns von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit durchfragen und dort kleine Aufgaben umsetzen. Das ging nicht, ohne etwas Aufsehen zu erregen, was auch verständlich ist, wenn man plötzlich anfängt, in der Fußgängerzone zu tanzen.

Am vorletzten Tag besuchten wir die Donauinsel und den Donaupark. Dabei haben wir die Aussicht vom Donauturm über ganz Wien genossen und gespannt zugesehen, wie sich ein Bungeespringer furchtlos vom Turm stürzte.

Da man nicht eine Woche in Wien sein kann, ohne den Prater zu besuchen, haben wir natürlich auch einen Nachmittag hier verbracht. Neben der Hauptattraktion, dem Riesenrad, gab es noch viele weitere Fahrgeschäfte zu bestaunen und zu befahren. Natürlich nur, wenn man sich auch getraut hat.

Das Mittag- beziehungsweise Abendessen erfolgte täglich aufs Neue in gemütlichen Braukellern und traditionellen Cafés, die sehr schön sind und so aussehen, als wäre die Einrichtung seit einigen Jahrzehnten nicht mehr erneuert worden. Dort lernten wir besonders das österreichische Bier und die Kaffeehauskultur zu schätzen.

Alles in allem war die Studienfahrt für uns ein tolles Erlebnis, welches wir gut in Erinnerung behalten werden.

Katharina Becker, Levin Hartfil, Philip Kardell, Vincent Klause-de Pupka, Finn Larsen, Rieke Lüttmann, Peter Petau und Anna Staudt

Drucken E-Mail