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Stockholm - Die Stockenten auf ihrer Reise in den Norden

Die Vorfreude war riesig. Seit nun fast einem Jahr war klar, wer im Oktober dieses Jahres die Reise in das Venedig Skandinaviens antreten durfte. Und dementsprechend euphorisch und gut gelaunt, startete die Gruppe von 18 Schülern und zwei Lehrern (zum einen der Schwedenexperte Herr Petzold, zum anderen die Studienfahrtexpertin Frau Kebbel) am frühen Dienstagmorgen die Reise nach Schweden. Nicht etwa mit dem Flugzeug, sondern viel abenteuerlicher (eben unserer Gruppe entsprechend) mit dem Zug von Eutin über Puttgarden beziehungsweise Rødby, nach Kopenhagen, Malmö und von dort aus direkt nach Stockholm. Diese zwölf Stunden taten der guten Laune allerdings in keinem Moment einen Abbruch. Für Verpflegung wurde im Voraus reichlich gesorgt, und dank WLAN und reichlich Systemrätseln verging auch diese verhältnismäßig lange Reise für uns alle fast wie im Flug.

Der erste Abend in neuer Umgebung wurde dann hauptsächlich damit verbracht, sich an die skandinavische Kälte und das Großstadtleben zu gewöhnen. Angekommen im fensterlosen aber doch recht gemütlichen Hostel, wurden dann in guter Stimmung die Zimmer und auch recht bald die Betten bezogen. Es wartete eine abwechslungsreiche Woche auf uns alle.

Stockholm1Der zweite Tag startete mit einer Stadtführung durchs Reiseziel. Frederick, der nette und sehr gut deutschsprechende Stadtführer, blieb uns allen durch seine sympathische und lockere Art im Gedächtnis. Er gab uns einen interessanten Überblick über alles, was wir in dieser Zeitspanne von drei Stunden sehen konnten. Auf diesen sehr informativen Programmpunkt folgten dann die ersten Stunden in absoluter Freiheit. In Kleingruppen wurde Stockholms Innenstadt erkundet und dank unserer neu erworbenen Orientierung, trafen wir uns auch alle immer irgendwie im Hostel wieder. An diesem Abend machten wir uns auf den Weg zu einem nahegelegen Aussichtspunkt. Von dort aus lernten wir Stockholm bei Sonnenuntergang noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennen und lieben.

Stockholm2Nach wenig Schlaf ging es am Donnerstag nach Skansen, um das dortige Freilichtmuseum zu besichtigen. Highlight war hier neben den alten Häusern, Kirchen und Werkstätten die Möglichkeit schwedische Wildtiere aus nächster Nähe zu betrachten. Braunbären, Elche und Rentiere bekommt man schließlich nicht jeden Tag in Eutin zu Gesicht. Weiter ging es dann am späten Nachmittag mit einer privaten Führung durch einige der 94 Stockholmer U-Bahnhöfe, welche weitestgehend kunstvoll, aufwändig und damit auch ansprechend gestaltet sind. Einen gelungenen Abschluss fand dieser Tag dann in unserer Hostelküche, wo wir gemeinsam mit den Lehrern kochten und dann bis weit nach dem eigentlichen Beginn der Nachtruhe mit jeder Menge Spaß unser aller „Lieblingsstudienfahrtsspiel“ Werwolf spielten.

Stockholm3Freitag stand schon der nächste kulturelle Punkt auf dem Plan. Unser Ziel war das Vasa Museum. Bequemerweise, war dieses auch sehr gut zu Fuß zu erreichen und bot uns allen viel Information und beste Unterhaltung.

Der folgende Tag war der, an dem wir alle vermutlich am meisten Geld in Schweden ließen. Egal ob auf dem Flohmarkt oder in der Mall of Scandianvia, wir alle wurden fündig, liefen mehrere Kilometer und hatten einen wunderbaren Tag im Kreise der mittlerweile doch recht liebgewonnen „Stockenten“. Nicht weniger schön war der Abend, den wir in Kleingruppen außerhalb des Hostels verbrachten. Zwar verlief der Abend anders als erwartet, aber dennoch hatten wir alle eine Menge Spaß und neue Erkenntnisse über die schwedische Mentalität erhalten.

Stockholm4Der nun anstehende Sonntag war unser letzter vollständiger Tag in Stockholm. Begonnen wurde dieser mit einem Besuch im Schloss der schwedischen Königsfamilie. Nach einer kurzen Erkundungstour auf eigene Faust, war dann der ebenfalls am Schloss stattfindende Wachwechsel unser Ziel. Nächster und leider auch letzter Programmpunkt unserer Reise war eine Hafenrundfahrt, auf der viele der uns schon durch die Stadtführung bekannten Fakten wieder auftauchten. Der letzte Abend wurde dann damit verbracht, die neuerworbenen Sachen irgendwie in die viel zu kleinen Koffer zu bekommen und einen geselligen Abend zu verbringen.

Der Montag kam für uns alle dann doch relativ überraschend. Gerade hatte man sich eingelebt und die Gruppe um sich herum lieb gewonnen, da musste man sich schon wieder trennen; allerdings standen zwischen dem Abschied von Stockholm und dem der Gruppenmitglieder voneinander noch circa zwölf Stunden Zugfahrt durch Schweden, Dänemark und Deutschland. Man kann sagen, dass sich diese Fahrt nur in einem Punkt von der sehr amüsanten Hinfahrt unterschied. Immer wieder hörte man leises Schnarchen oder auch mal gar nichts von allen Beteiligten. Schuld an dieser überwältigenden, aber doch angenehmen Erschöpfung, waren sechs aktionsreiche Tage mit unfassbar tollen Mitreisenden in einer wunderschönen Stadt.

Vielen Dank an alle Beteiligten, die uns eine so unvergessliche Reise beschert haben!

Nele Petersen Q2.1

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