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Flüchtlingskrise aktuell

Ein interkultureller Austausch an der Weberschule

EmS Badge 2015 16

europamachtschuleWie gehen andere europäische Länder mit der Flüchtlingskrise um? Was denken die jeweiligen Bürger, was die Politiker darüber? Und wie wird die Problematik dort in den Medien dargestellt?

Einen Einblick in diese Thematik Italien betreffend erhielten Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs des Weber-Gymnasiums von Matteo Gallo Stampino im Rahmen des Projektes Europa macht Schule.

Der aus Mailand stammende Sprach- und Literaturstudent, der aktuell sein Auslandssemester an der Universität Kiel absolviert, verschaffte den jungen Erwachsenen einen Einblick in die Flüchtlingspolitik in Italien. Vor allem die Vorstellungen der unterschiedlichen Parteien dort und die damit entstehenden Differenzen im Umgang mit der gegenwärtigen Flüchtlingsproblematik bildeten den Schwerpunkt der Präsentation. Im Anschluss daran bot sich die Möglichkeit für die Schüler, Fragen an den Referenten zu stellen, um beispielsweise einen Einblick in die Stimmungslage der italienischen Bevölkerung zu bekommen.

Abschließend erstellten die Schüler in kleinen Arbeitsgruppen Präsentationen zu unterschiedlichen Themen, in denen sie das Gelernte in einem Vergleich zwischen Deutschland und Italien gegenüber stellten, wie zum Beispiel bezüglich der Frage, welche Ängste einen Migranten in Deutschland bewegen, welche in Italien oder bezüglich des Umgangs von Politikern und Bevölkerung mit der Situation.

„Die Schülerinnen und Schüler waren beeindruckt davon, wie ähnlich letztendlich trotz aller Unterschiede die Positionen Italiens und Deutschlands doch sind“, fasst Sylvia Liethmann, Geographielehrerin am Weber-Gymnasium das Ergebnis des Fachtages zusammen. „In Italien fühlt man sich stark belastet durch die Regelung, dass die Flüchtlinge ihren Asylantrag in dem Land stellen müssen, in dem sie europäischen Boden erreichen. Man wünscht sich eine gerechtere Verteilung der Flüchtlinge auf alle europäischen Länder. Das entspricht letztendlich genau der Vorstellung in Deutschland.“

Maya Langbehn

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