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European Youth Parliament Camp Tornbjerg, Odense 2018

Von Malene, Franziska und Malte


Donnerstag 08.03.2018

Nun war es endlich so weit. Der Tag der Anreise war gekommen. Nach den ersten Stunden Unterricht machten wir uns gemeinsam auf dem Weg zum Eutiner Bahnhof, um den Weg nach Dänemark anzutreten. Auch die circa sechsstündige Fahrt mit viermaligem Umsteigen konnte uns die Stimmung und die Vorfreude nicht verderben. Alle waren gespannt auf die Stadt, die Partnerschule, die Veranstaltung und vor allem auf die Gastgeber. Dank mitgenommener Spiele verging die Zeit relativ schnell. Eine kurze Passkontrolle im Zug machte es schließlich mehr als deutlich – endlich waren wir in Dänemark. Nach einem letzten Umsteigen in Kolding erwartete uns ein herzliches Empfangskomitee am Bahnhof in Odense. Zunächst trennten sich unsere Wege, denn an diesem Abend galt es in den Gastfamilien anzukommen, sich kennenzulernen und den Abend gemeinsam zu genießen.

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Freitag 09.03.2018

Nach einer ersten inoffiziellen Begrüßung haben wir uns die Schule, das Tornbjerg Gymnasium, angesehen; eine große Schule auf der sich nur Oberstufenschüler befinden, eingeteilt in 3 Abschnitte und ausgestattet u.a. mit einem eigenen Fitnessraum oder einem Raum für den Drama-Club.

Danach folgte die offizielle Begrüßung mit unseren dänischen Gastgebern, schwedischen Schülern und uns. Eine Besonderheit: Christel Schaldemose, eine dänische Abgeordnete des Europäischen Parlaments, hielt die offizielle Eröffnungsrede.

Vor dem Mittagessen haben wir in einer Deutschstunde bei dänischen Schülern ordentlich Staub aufgewirbelt. Zusammen haben wir Werbung für Dinge entworfen, welche unbedingt produziert werden sollten, wie zum Beispiel quadratische Erbsen, die endlich nicht mehr vom Teller rollen. Beim anschließenden Mittagessen lernten wir die anderen Schüler unserer jeweiligen Komitees kennen.

Den Rest des Tages haben wir damit verbracht uns, durch Spiele gegenseitig besser kennenzulernen und somit durch Vertrauen das Eis zu brechen. Am Ende des Tages kann ich sagen, dass ich viele neue teilweise sehr, sehr gute Spiele gelernt habe, zu neuen Leuten dadurch schnell guten Kontakt aufgebaut habe und dass Englisch auch bei Spielen kein Hindernis darstellt. Selbst wenn es nicht perfekt ist verstehen die einen die anderen ;).

Franziska

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Samstag 09.03.2019

Es war der zweite „Arbeitstag“ für alle teilnehmenden Schüler in Odense. Heute lag der Fokus auf der Arbeit in den einzelnen Komitees zum Thema „Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Europa“. Es galt themenbezogene Probleme und mögliche Lösungen zu finden, was einige Zeit in Anspruch nahm.

So ging es bereits um 8:15 Uhr los mit komiteeinternen Erarbeitungen. Probleme und Lösungen der einzelnen Themenbereiche wurden diskutiert und geordnet. Jedes Komitee sollte die eigenen Ansätze schließlich in einer Resolution darzustellen. Hierbei galt es die vorgegebenen Formalia einzuhalten. Schon die Formulierung der eigenen „ICs“, den Einleitungssätzen der Resolution war keine einfache Angelegenheit und beanspruchte viel Zeit. Daher trafen sich einige Komitees um mit sogenannten Energizern – kleinen Spielen – die Köpfe für die Arbeit freizubekommen. Auch Kaffeepausen und das Mittagessen ermöglichten uns kurze Erholungsphasen.

Zwischen 13 und 18 Uhr mussten wir schließlich die „OPs“ formulieren. Hierbei handelt es sich um Formulierungen der Resolution, die Lösungsansätze in einzelnen Problembereichen bündig darstellen sollen. Das war meist gar nicht so einfach, da es insbesondere hier viele verschiedene Meinungen und Ideen innerhalb der Komitees gab, die zur Diskussion gestellt wurden. Dies viel einigen Gruppen leichter und anderen schwerer, doch allen war gemein, dass mit dem Abendessen um 18 Uhr die Müdigkeit einsetzte.

Der Tag war jedoch noch nicht vorbei. Die Mentoren der Gruppen („Chairs“) gaben uns noch ein Feedback zu unserer Arbeit des Tages sowie Instruktionen zu den vorzubereitenden Reden für die finale General Assembly am letzten Tag. So mussten Angriffs- und Verteidigungsreden vorbereitet werden und jedem Mitglied des Komitees kam eine Aufgabe zu.

Je nachdem was die Pläne der Gastgeber vorsahen, konnte man nun noch bis 22 Uhr in der Schule bleiben, oder bereits etwas früher gehen. Alle hatten jedoch für die abschließende Versammlung noch Aufgaben zu erledigen, sodass die meisten auch zu Hause bei ihren Gastfamilien noch bis 12 Uhr nachts oder gar noch länger an Reden und Formulierungen feilten. Doch die Arbeit sollte sich gelohnt haben.

Malene

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Sonntag 11.03.18

Am Sonntagmorgen haben sich alle Teilnehmer getroffen und in ihren Committees die letzten Vorbereitungen abgeschlossen, denn an diesem Tag stand die „General Assembly“ auf dem Programm.

In der General Assembly stellte jedes Committee nach und nach seine Vorschläge zum Thema „Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Europa“ vor. Ziel von jedem Committee war es, dass die Vorschläge von der Assembly angenommen werden und sie genügend Stimmen bekommen, damit sie an das Europäische Parlament weitergereicht werden.

Dann ging es endlich los und der Präsident eröffnete die Assembly. Nun hatte jedes Committee die Chance ihre Vorschläge in Form einer Rede vorzustellen. Im weiteren Verlauf konnten andere Committees die Forderungen durch sogenannte „Attack Speeches“ angreifen und in der anschließenden offenen Debatte wurden die Ideen weiter hinterfragt. Das Committee hatte die Aufgabe seine Vorschläge zu verteidigen und zu erklären, um bei der anschließenden Wahl genügend Stimmen zu bekommen. Teil der Assembly zu sein bedeutet Aufregung, denn jeder hat die Chance eine Rede – natürlich auf Englisch – vor der Assembly zu halten, Dinge zu hinterfragen oder für eigene Überzeugungen zu kämpfen. Zwischendurch konnten wir uns mit den anderen Teilnehmern in einer Kaffeepause oder beim Lunch austauschen.

Nach dem General Assembly mussten wir uns dann auch schon verabschieden, um uns auf den Rückweg nach Eutin zu machen. Das ganze Wochenende war eine tolle Zeit, in der wir viele neue Erfahrungen gesammelt, viel gelernt, viel gearbeitet, neue Freundschaften geschlossen und vor allem ganz viel Spaß gehabt haben.

Malte

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